Diese neue Reihe entsteht nach langem Drüberbrüten.
Als langjährige Kinderstundentante und moderne christliche Frau, die sich gerne mit Menschen unterhält, die Gott nicht so gut oder gar nicht kennen, habe ich oft die Meinung gehört, dass der vorgestellte Gott der Bibel nicht gut sei ( bei dem, was er tut) oder es zwei Götter gibt: Den des Neuen Testamentes und des alten Testamentes. Dieses Argument wurde oft für ein Nichtglauben an diesen Gott herangeführt. Für mich ist diese Blogreihe auch eine Art, Verarbeitung von manchen Texten und theologischen Impulsen. Es ist auch ein Reflektieren von einigen Predigten, die ich zu dem Thema gehört habe. Ich gehe dabei chronologisch voran, um zu vermeiden, dass ich von dem Jesus aus dem neuen Testament abgelenkt werde. Vielleicht inspiriert dieser Blog ja jemanden.
Zuerst stellt sich natürlich die Frage: Was ist überhaupt "gut"? Nun, ich gebe gerne zu, dass ich diesen Begriff natürlich innerhalb meiner Sphären interpretiere. Im Zuge der Weltgeschichte hat sich der Begriff natürlich immer wieder geändert ähnlich wie Schönheitsvorstellungen. Insofern ist diese Blogreihe natürlich auch ein Produkt des Zeitgeistes- so wie ich ein Kind dieses Zeitgeistes bin. Genauso natürlich wie ich als Christin auch den Heiligen Geist in mir trage. Deshalb ist der Maßstab an das Wort "gut" natürlich auch an heutige Maßstäbe angelegt. Dies sind nur einleitende Worte zu einer Reihe, sehr wahrscheinlich werde ich den Begriff "gut" nochmal näher in einem anderen Blogartikel erläutern.
Also starten wir mal ganz chronologisch mit den ersten beiden Kapiteln der Bibel: Genesis 1 und 2: Den Bibel-Text werde ich hier nicht reinstellen. Der geneigte Leser möge bitte seine Bibel oder die Bibelversion nehmen und den Text lesen.
Wie in jeder guten Geschichte stellt sich hier der Schöpfer als Hauptcharakter dar. Und den finde ich sehr gut dargestellt. In meinen Augen ist Gott gut, weil er erstens seine Macht nutzt, um zu schöpfen. Er schafft Himmel und Erde. Er zeigt sich als guter Schöpfergott. Denn es bleibt ja nicht dabei, dass er Himmel und Erde schuf. Doch die Erde war wüst und leer. Nur der Geist Gottes schwebte über dem Wasser. " An anderer Stelle heißt es "schwebte über der Tiefe. Die Lutherübersetzung von 1912 spricht sogar von "und es war finster auf der Tiefe und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser." Wüst, leer und dunkel- das entspricht nicht dem gängigen Gottesbild. Und Gott mag es offensichtlich so auch nicht. Also macht Gott weiter und lässt als Erstes das Licht entstehen. Und so geht es weiter. Gott schuf und schuf. Vielfältig und kreativ. Nur unterbrochen von der Nacht, wo er sich Pause gönnt. Gott ist gut, weil er vielfältig und kreativ schuf.
Zweitens schuf Gott in einer guten Reihenfolge und schuf in einer gewissen Ordnung, die heute sogar jeder Wissenschaftler bei der Entwicklungstheorie so unterstreichen würde. Evolutionstechnisch sind die Menschen tatsächlich die jüngsten Lebewesen auf der Erde. Die Reihenfolge stimmt mit den wissenschaftlichen Theorien überein.
Drittens finde auch Gottes Arbeits- Entspannungs- Rhythmus gut: Am Tage arbeiten, in der Nacht entspannen. Jedenfalls hat er nicht in der Nacht gearbeitet. So steht es zumindest geschrieben. Außerdem ruht Gott am 7. Tag und arbeitet ebenfalls nicht. Ein guter Plan wie ich finde.
Als viertens und letztens möchte ich auf die Schöpfung von Mann und Frau als Mensch eingehen: Er schuf den Menschen als Ebenbild Gottes und nur als Mann und Frau waren die Menschen damals in der Lage, Kinder zu bekommen und sich zu vermehren. Das ist in meinen Augen gut und genial gedacht von Gott. Über die Schöpfung der Frau bin ich ziemlich begeistert. Denn sie zeigt den guten Charakter von Gott in einzigartiger Weise: Gott schafft sie als Letztes und zwar nimmt er dafür eine Rippe von Adam ( was auf hebräisch Mensch heißt). D.h. sie ist Teil von Adam. Das spürt Adam auch sofort als er sie erblickt. Mit den Worten ""Diesmal ist sie es! Sie ist genau wie ich und sie gehört zu mir, sie ist ein Stück von mir."
Was für mich in diesem Zusammenhang ( Mann-Frau Schöpfung) sehr für das Gutsein von Gott spricht, sind zwei Dinge: Zum einen das Motiv von Gott, weswegen er Eva schafft: Er möchte nicht, dass seine Mannesschöpfung alleine ist oder sich alleine fühlt. (Gen, 2. 18) Gott weiß, dass der Mann eine Ergänzung braucht. Er als Gott kommt für diese alltägliche Ergänzung nicht in Frage. Als Gott steht er ja über den Dingen ( sonst wäre er ja nicht Gott). Nebenbei bemerkt unterscheidet ihn das auch von den griechisch-römischen Göttern, die ja gerne auch mal etwas mit den Menschen hatten. Das allerdings würde jetzt zu weit führen. Gott ist so jedenfalls nicht.
Zum anderen wusste Gott genau, dass zu diesen Zeiten nur der Mensch als Mann und Frau Nachwuchs zeugen konnten. Die Medizin war noch nicht so weit, dass Frau und Frau oder Mann und Mann Kinder bekommen konnten. Außerdem waren Adam und Eva nach dieser Darstellung allein auf der Erde. Da er den Befehl gegeben hatte, dass sie sich vermehren sollten, konnte dies nur als Mann und Frau geschehen.
Zusammenfassung:
Gott ist gut, weil er die Schöpfung in einer guten Reihenfolge und Ordnung betrieben hat. Er schuf nicht nur, sondern auch in einer heute noch akzeptierten wissenschaftlichen Reihenfolge. All dies tut er mit einem guten Arbeits-Entspannungsrhythmus. Gott legt sozusagen einen auf die Tage fokussierten Wochenplan mit Nachtpausen und einem Tag Pause vor. Als letztes schuf er den Menschen als Mann und Frau, was zu dieser Zeit nicht nur notwendig ist, sondern auch ein gutes Motiv von Gott zeigt. Denn er will Adam eine Gefährtin schaffen, weil er weiß, dass er dies nicht sein kann.
Genesis 3 unter der Fragestellung " Ist Gott gut? und woran wird das für mich deutlich?"
Für viele Christen ist dies neben der Kreuzigung Jesu ein Kernkapitel des christlichen Glaubens. Warum ist das so? Weil hier klar wird, dass Gott gut und böse kennt und der Mensch nach dem tollen Schöpfungsakt nun auch weiß, was gut und böse ist. Er existiert nicht nur und ist einfach nur im Sein, sondern er kann Handlungen bewerten. Und zwar kann er Handlungen in gut und böse bewerten. Gut und böse die zwei Gegensätze- die bekannstesten wichtigsten für viele seit der Schöpfung. Nur was sagt das Kapitel über Gottes Sein aus? Ist Gott gut, wie ist sein Sein? Die ersten beiden Kapitel waren ja schon recht interessant und meiner Meinung nach sehr aussagekräftig, aber wie gehts weiter?
Wenn man sich das ganze Kapitel anschaut, dann fällt auf, dass Gott ein Gemeinschaftsgott ist. So wurde es mir zumindest immer erzählt. Gott möchte mit uns Kontakt haben und er sucht uns Menschen. In dieser Geschichte wird es deutlich, dass Gott anscheinend ein Gemeinschaftsgefühl hat. Abends kommt er in den Garten und möchte mit Adam und Eva sprechen. Er möchte sie sehen und Zeit mit ihnen verbringen. Wie ein guter Vater. Gott redet auch und stellt eine Frage: Was hast du getan? Eine Handlung steht im Raum. Es fällt auf, dass er diese Fragen an Adam und Eva stellt, nicht an die Schlange. Er redet mit den Menschen, lässt sie zu Wort kommen. Der Schlange stellt er diese Frage nicht. Gut möglich, dass er diese Reinkarnation des Bösen und damit den wahren Schuldigen genau kennt. Wie auch immer mit ihr redet er nicht, er schenkt ihr keine Beachtung. Nebenbei ist dies eine gute Möglichkeit aus der Schlinge des Bösen heraus zu kommen bzw. es bei einem versuchten Angriff zu lassen. Einfach ignorieren dieses Biest, diesen Lügner.
Gott hört Adam und Eva zu und was muss er feststellen? Beide geben die Schuld einfach weiter, keiner von beiden übernimmt Verantwortung. Die Verantwortung geben beide weiter. Vermutlich in der Hoffnung, dass der andere die Strafe allein bekommt. Aber das funktioniert nicht. Denn sie reden immerhin mit dem allmächtigen Gott. Dieser Gott ist gerecht. Das ist für mich ein großes Merkmal für ein gut sein. Dieser gute Gott gibt beiden, mehr noch allen dreien die Schuld. Und Er bestraft alle drei. Allen dreien gibt er eine Strafe, aber nicht die angekündigte, denn dann müsste er ja seine Schöpfung umbringen. Als große Schwester finde ich diesen Aspekt, dass er alle drei bestraft, also in die Mitverantwortung nimmt, schon gut. Denn es nie nur einer alleine schuld. Oft war ich es, die angemeckert und bestraft wurde, aber Gott ist gut, weil er sich nicht einen rauspickt und eine Konsequenz aufbürdet. Als guter Gott bestraft er alle. Er ist gerecht.
Er bestraft nicht nur Adam. Als Mann hätte er ja Eva abhalten können. Schließlich hat er ja von Gott die entscheidenden Worte und die Warnung gehört, dass er von allen Früchten der Bäume essen dürfte, nur nicht vom Baum in der Mitte. Er stand ja neben Eva, als die Schlange zu ihr sprach und sie ihm daraufhin den Apfel gab. Adam gebot dem ganzen Treiben keinen Einhalt, sagte nichts. Viele Frauen geben Adam die Schuld, dass es soweit kam und wir nicht im Paradies. Er hätte ja mal etwas sagen können, aber hat er nicht! Seine Schuld.
Er bestraft nicht nur Eva. Als Frau hätte sie ja der Schlange nur zuhören können und nicht gleich in den Apfel reinbeißen müssen und schon gar nicht weitergeben müssen an Adam. Als Frau hätte sie ja der Schlange auch sagen können, hey hör mal zu, so nicht. Gott hat aber gesagt, dass... Ich will nicht sterben. Schließlich hat die Frau ja auch einen Verstand bekommen. Sie hätte ja auch mal mitdenken können und nein sagen können. Sie hätte ja die Schlange zurückweisen können. Hat sie aber nicht. Ihre Schuld.
Über die Schuld der Schlange müssen wir nicht sprechen, die ist bekannt.
Mir kommt diese fiktive Diskussion ziemlich bekannt vor. Wie oft geben sich Männer und Frauen gegenseitig die Schuld anstatt ihre eigene Schuld einzugestehen und sich zu vergeben? Aber das nur so am Rande.
Gott bestraft nicht nur die Schlange, die in Evas und Adams Fall erfolgreich verführt hat. Die Schlange, der er nicht zuhört, weil sie durchaus Verführer- Qualitäten hat, wird auch bestraft.
Alle werden sie bestraft, der Rest ist die Konsequenz des Sündenfalls. Alle werden bestraft, aber weiter gesehen. Zumindest Adam und Eva. Auch wenn die Strafe hart ist, Gott sieht sie weiterhin, denn er macht ihnen Felle, damit sie ihr Gefühl der Scham bedecken können. Damit handelt er im besten Sinne bedürfnisorientiert und das ist doch gut. Er kümmert sich um die beiden und agiert damit nicht wie ein wütender Vater, sondern wie ein umsorgender guter Vater.
Zusammenfassung Kapitel 3:
Gott ist gut, weil er Zeit mit seinen Geschöpfen verbringen möchte.
Gott ist gut, weil er gerecht alle Beteiligten bestraft.
Gott ist gut, weil er im besten Sinne bedürfnisorientiert handelt als er den beiden Menschen Felle macht.
Kommentar hinzufügen
Kommentare
Gott ist gut DerMensch (Adam =Mendch) hat gegen Gottes Gebot verstoßen. Adam gilt bei vielen Theologen auch als Gattungsbegriff für das Spezie Mensch. Obwohl Gott gesagt hat, dass am selben Tag er sterben wird, wenn er vom Baum der ErErkenntnis gut und Böse essen sollte, sollte er sterben, hat Gott ihn nicht sterben lassen. Nein , ein
Tier mußte für ihn sterben. Woher wollte Gott auch die Felle nehmen, mit denen er die Menschen bekleidete
Interessant ist es, daSss Gott schon im Schöpfungsbericht im Kap. 1 schon zu dem Menschen gesagt, dass er fruchtbar sein soll und sich mehreren sollte. Für mich steht das Fazid fest, dass er (wie Gott) neues Leben schaffen sollte und damit auch Nachkommen zu schaffen
Das war natürlich dann vorbei, als das weibliche aus ihm heraus genommen wurde.
Gott schuf zuerst Adam als Mann und Frau zugleich! Erst später hat er das Weibliche aus i h m herausgenommen. Es gibt Theorien, die sprechen von einem Nebenprodukt der Frau. Sie ist später in die Gesch8chte der Menschen hineingekommen.
Es war als wurde Adam von seiner Weiblichkeit getrennt.
Dazuverdienen möchte ich einiges sagen:
1.) Ich sehe nicht, dass Adam direkt neben Eva stand. Das steht nicht in der Bibel. Er konnte deswegen nicht unbedingt eingreifen.
2.) Warum sprach Gott zuerst Adam an? Er war eigentlich nicht der Haupt-Verursachet der Situation. Wusste das Gott nicht? Ich glaube, er wusste es! Er sprach Adam zuerst an,weil er die Verantwortung für Eva hatte.Der ursprüngliche Verursacher, war aber die Schlange .Deswegen wurde sie verurteilt, stets auf der Erse zu kriechen.
3.) Aber hier schon zeigt sich, dass Gott gnädig ist. Er ließ Adam und Eva am Leben,obwohl er gesagt hat, dass an dem Tag, wo sie Frucht essen,sterben sollte n. Warum ? Hat Gott sein Wort geändert? Nein! Er ließ Opfer als stellvertretende Opfer zu. Woher hatte er auch die Tierfelle genommen? Er schlachtete ein Tier!
Gott ist gut, dass er die Menschen leben ließ, auch überb über den Tag hinaus, obwohl er gesagt hat, dass dass sie am selben Tag sterben sollte. Ein stellvertretende Opfer musste ran. Deswegen konnte sie Gott auch mitnehmen Tierfellen bekleiden.
Auch war Adam nicht unbedingt in der Nähe von Eva war. Jedenfalls sagt die Bibel es nicht. Vielleicht hätte er sogar Satan gesagt, dass er verschwinden sollte, weil er genau wusste, was Gott gesagt hatte. Da aber Gott auch gesagt hatte, dass sie sterben sollten sollten, musste er dann auch die Menschen sterben sollte n. Darun müssen wir Menschen alle sterben, weil wir Sünder sind.
Der Mensch wurde in Gottes Garten gesetzt. Dieser wurde ihm zur Heimat gegeben Er sollte hier wohnen. Auf Dauer. Aber der Garten war ja auch nicht abgeschlossen, er konnte immer, wenn er wollte, nach draußen gehen. Er hatte ja den Auftrag, die Erdeczu füllen. Die Schlange, die Eva verführt, hatte dem ein Ende gesetzt.